Geboren bin ich im Frühsommer 1966 in Holland. Als ich 8 Jahre alt bin verunglückt mein Vater bei einem Flugzeugabsturz tödlich. Unser Leben verändert sich vollkommen. Wir lassen alles los und wir drei Mädchen ziehen mit unserer Mutter von der Ostsee in den Schwarzwald. Als Jugendliche beschäftige ich mich mit östlicher Philosophie. Waldorfpädagogik und Anthroposophie kommen in unser Leben durch den Besuch meiner jüngeren Schwester an einer Waldorfschule. Mit 16 mein Wunsch, Germanistik zu studieren. Ich träume von einem Leben in Worten, lese, wann immer ich kann. Dann fällt mir nach dem Abitur ein Buch aus dem China der 1920er Jahre in die Hände. Dieser Roman wird meinen weiteren Weg bestimmen.  1985 komme ich nach München zum Studium, ich beginne mit Sinologie, Germanistik, Philosophie und Psychologie. An den Wochenenden höre ich Vorträge und mache Seminare zur Anthroposophie, lese intensiv und viel von und über Rudolf Steiner.

Mit 21 dann die Möglichkeit, für ein Jahr zum Studium nach Shanghai, VR China zu gehen. Jetzt erlebe ich mich auf vielen Reisen in meiner Seelenheimat China und Südostasien.

1994 mache ich mein Examen M.A. in DaF, Sinologie und Psychologie. Ich beginne meine Doktorarbeit über das „Motiv Italien in der Dichtung von Marie Luise Kaschnitz“, bin ganz in der Begeisterung für die Antike. Reisen nach Italien und Griechenland, zu Tempelstätten und anderen heiligen Plätzen. Beschäftigung mit Kulturepochen. Ich unterrichte wochenweise an der Uni ausländische Studenten in deutscher Literaturgeschichte. Und experimentiere auch wieder künstlerisch, mische auf dem Küchentisch meine Pigmente. Die Sterbebegleitung meines Stiefvaters ist eine tiefe und große Erfahrung, die meinen weiteren Weg sehr prägt. Die letzten Monate seines Lebens bewegen ihn ausschließlich Fragen zum Christus-Impuls. Das wird sein Geschenk an mich. Es wird mir auch den Weg öffnen, die Kunst von Josef Beuys zu verstehen.

Im Jahr darauf heirate ich und 1995 wird unser Sohn geboren. Jetzt geschieht etwas völlig Neues, den Seelenraum mit einem Baby teilen! Wer ist da gekommen? Raum öffnen für das Unbekannte. Ich lasse meine Doktorarbeit liegen, und versuche: Mutter zu werden.

Ein ganz neuer Weg tut sich auf. Ich begegne der Fussreflexzonentherapie und beschäftige mich mit der chinesischen Medizin. Und ich male weiter. Werde an der Kunstpädagogik  (LMU) zum Studium Malerei aufgenommen. Einmal pro Woche wechsel ich vom „Mutter-Raum“ in das große Malatelier im 5. Stock. Nur in Farbe sein und im Austausch mit anderen über meinen künstlerischen Prozess. Viel dunkle Farbe, viel Tiefe und viel Strenge ist da auf den Bildern. Dann nach fünf Stunden erschöpft und erfüllt zurück zu meinem Mann und unserem kleinen Sohn.

In dieser Zeit liegt auch die intensive Beschäftigung mit der Biographiearbeit. Kurse bei Frau Dr. Rossmann, dann Seminare zu Karma- und Reinkarnation bei Coen van Houten.

1998 wird unsere Tochter geboren und damit ist klar, dass wir zunächst in München bleiben und nicht nach Asien übersiedeln. Wieder das Mutter-Sein im Mittelpunkt und immer auch Reisen, nun mit den Kindern. In diese Zeit fällt auch die erste Begegnung mit der Geomantie durch Marko Pogacnik und Peter Frank. Die Erde als lebendiges Wesen zu fühlen, die Wahrnehmung unseres mehrdimensionalen Seins bringen Tiefvertrautes in mir zum Schwingen.

Dann werden unsere Zwillingsmädchen kurz vor Weihnachten 2000 geboren. Drei Monate zu früh. An Malen, Schreiben und Unterrichten ist nicht mehr zu denken. Leben von Tag zu Tag, dankbar, glücklich und sehr müde. Ich lerne, Unterstützung anzunehmen und das Wesentliche vom Unwesentlichen zu unterscheiden. Sobald es möglich ist, gehen wir wieder auf Reisen. Mit allen 4 Kindern nach Australien. Hier begegne ich zum ersten Mal der Kunst der Aborigines. Erweiterung meines Landschaftsempfindens, Raum und Erde.

Dann Einladung nach Kalifornien und Arizona, wieder mit allen Kindern. Alte Indianerplätze, Landschaftstempel.

Als 2004 wieder mehr Zeit für mich ist, beginne ich die Ausbildung in Traumatherapie und spiritueller Heilarbeit bei Danielle Christoph (Stockdorf bei München). Auf einzigartige Weise lerne ich das Handwerkszeug, das noch heute die Basis meiner Arbeit ausmacht.  Dabei eigene Untiefen ausloten, Dunkelkammern ausleuchten und in ungeahnte Räume eintreten.

Durch eine Ayurveda-Kur in Sri Lanka 2007 komme ich mit der alten indischen Heilkunst des Ayurveda in Berührung. Zurück in München mache ich eine Ausbildung in ayurvedischen Ernährungsweisen und Aryuveda-Frauenheilkunde.

Eine Freundin fragt mich, ob ich mit einem eigenen Bild an einer Ausstellung in ihrer Galerie teilnehmen möchte. Ich wehre ab, denn ich habe doch Jahre nicht mehr gemalt. Aber sie bleibt dran und sagt: “ Ich meine dich“. Dann entsteht eine Zeichnung. Kurz darauf fragt mich diese Freundin, ob ich mit ihr zusammen die kleine Galerie betreiben will.  Das ist 2008.

Nun beginnt eine sehr produktive künstlerische Zeit. Ich erstelle Papierarbeiten, Kaligraphien mit ineinandergewobenen Worten. Das Weben fasziniert mich, Papierstreifen werden mit feinen Bändern auf große Japanpapiere gewebt und genäht. Und immer wieder Zeichnungen.

Die kommenden zwei Jahre erlebe ich eine künstlerisch inspirierende Zeit in unserer kleinen Galerie mit meiner Freundin und vielen anderen Künstlern, die bei uns ausstellen. Und auch die Heilarbeit beginnt intensiver zu werden durch meine Assistenz in zwei Ausbildungskursen bei Danielle Christoph. So darf ich Kunst und Heilung für zweieinhalb Jahre miteinander leben.

Und wieder kommt das Leben auf mich zu und ich werde gefragt, ob ich als Mitglied in den Vorstand der Waldorfschule unserer Kinder kommen möchte. Ich bin neugierig: Wie können Veränderungsprozesse in einer Institution gelingen? Wie Strukturen neu geschaffen werden, damit sich eine zeitgemäße Schulkultur etablieren kann?

Es fehlt mir zunehmend die Ruhe und der innere Raum für meinen eigenen künstlerischen Prozess und so verlasse ich nach zweieinhalb Jahren die Galerie.

Die Heilarbeit bleibt und wächst. Ich arbeite weiter selbständig mit Klienten.

Im Sommer 2013 haben wir die Gelegenheit, nach Malta zu gehen. Und wieder öffnet sich ein neuer Raum! Endlich erfüllt sich ein langer und alter Wunsch, am Mittelmeer zu leben. Mit 4 Kindern und 2 Katzen reisen wir los (mehr darüber auf meinem Blog)

Glücklich begebe ich mich auf eine Spurensuche : die Frage nach den Wurzeln unserer abendländischen Kultur, altgeschichtliche (jungsteinzeitliche) heilige Plätze, Tempel, die Beschäftigung mit Archäologie und Kulturepochen,  weibliche Heilweisen und Heilwege, Geomantie, Gaia und Isis-Sophia.

Nach 3 Monaten organisiere ich im November 2013 meine erste Seminarreise nach Malta. 6 Frauen sind neugierig und mutig und werden meine ersten Teilnehmerinnen. Dankbar und erfüllt teilen wir für eine Woche gemeinsam den besonderen Landschaftsraum des maltesischen Archipels.

Nach einem Jahr kehren wir wieder nach München zurück. Ich biete regelmäßig Reisen nach Malta an und schreibe darüber in meinem Blog.

Im Sommer 2016 bekommen wir die einmalige Gelegenheit, für ein Jahr in Bali zu leben. Mehr über diese einzigartige kleine Insel finden Sie auf meinem Blog.

Seit August 2017 leben wir wieder auf Malta. Ich reise regelmäßig nach München, um mit meinen Klienten zu arbeiten.